Konfirmation

Veröffentlicht am Mi., 29. Apr. 2015 16:08 Uhr
Kirche in Ihrem Leben

2016 werden wie in den Vorjahren mehr als 5.000 Jugendliche in den Kirchengemeinden der Landeskirche konfirmiert. Auch am Pfingstfest werden wieder viele Konfirmationen gefeiert werden. Die Konfirmandenzahlen entsprachen in den Vorjahren jeweils einem Anteil von rund elf bis zwölf Prozent der Jugendlichen.
Aus ausgewählten Berliner Kirchenkreisen sind folgende Zahlen für das Jahr 2016 gemeldet worden: Charlottenburg-Wilmersdorf: 279; Neukölln: 330; Reinickendorf: 312; Spandau: 212; Stadtmitte: 300; Steglitz: 300; Berlin Nord-Ost: 320; Tempelhof-Schöneberg: 344; Teltow-Zehlendorf: 552.

Bei der Konfirmation (lat. confirmare – bekräftigen) sagen Jugendliche zum ersten Mal selbst Ja zum christlichen Glauben. Sie übernehmen damit alle Rechte und Pflichten eines erwachsenen Gemeindemitglieds.

Gibt es Gott? Und was hat er mit mir zu tun? Mit dem Erwachsenwerden endet auch der einfache Kinderglaube. Jugendliche beginnen, ihren Glauben und die Welt, in der sie leben, zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Mit 14 Jahren werden sie religionsmündig und können dann auch selbst entscheiden, zu welcher Religionsgemeinschaft sie gehören wollen.

Fragen des Lebens

Die Konfirmandenzeit der evangelischen Kirche ist ein Bildungsangebot, welches junge Menschen auf diesem Weg begleitet. Zusammen mit Gleichaltrigen diskutieren sie Fragen des Lebens, unternehmen Ausflüge und gemeinsame Fahrten und erleben Gemeinschaft. Sie gestalten Gemeindeleben und erfahren, wie ihre Fragen aus christlicher Sicht betrachtet werden. Wenn sie es möchten, steht am Ende der Konfirmandenzeit die Konfirmation, in der sie sich selbst zum christlichen Glauben bekennen.

Zum Konfirmandenkurs können sich alle Jugendlichen anmelden, die zum Konfirmationszeitpunkt mindestens 14 Jahre alt sein werden. Dazu müssen sie noch nicht getauft sein. Wenn sich die Jugendlichen konfirmieren lassen möchten, finden oft vor der Konfirmation eigens gestaltete Taufgottesdienste statt.

Neue Rechte in der Gemeinde

Bei der Konfirmation sprechen die Konfirmanden und Konfirmandinnen selbst das Ja, das Eltern und Paten für das religionsunmündige Kind in der Taufe abgegeben haben. Deshalb genügt bei Erwachsenen die Taufe ohne Paten. Mit der Konfirmation erhalten Jugendliche das aktive Wahlrecht für die Gemeindevertretung und das Recht, als Gemeindeglieder selbst eine Taufpatenschaft zu übernehmen. In einigen Gemeinden nehmen Jugendliche auch mit der Konfirmation erstmals am Abendmahl teil

Die meisten Konfirmanden sind bei ihrer Einsegnung 14 oder 15 Jahre alt – das Alter, in dem sie selbst entscheiden dürfen. Die Konfirmation ist damit auch eine Feier des Erwachsenwerdens. Es ist aber auch möglich, sich noch als Erwachsener konfirmieren zu lassen, wenn man als Kind getauft, aber nie konfirmiert wurde, und diesen Schritt jetzt nachholen möchte – zum Beispiel, weil er oder sie Taufpatin werden möchte.

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