Erinnerungsorte

 

Erinnerungsorte der Kirche zeugen von einer Vergangenheit, die wir am liebsten vergessen würden. Unterdrückung, Greueltaten, das Schweigen der Kirche oder sogar ihre Mithilfe. Sie erzählen aber auch von Menschen, die sich aus Glaubensüberzeugung gegen das Unrecht gestellt haben.

Die politischen Systeme des vergangenen Jahrhunderts geben dafür zahlreiche Beispiele: Weltkriege, in denen der Name Gottes für politische Ziele instrumentalisiert wurde, Systeme der Unterdrückung, Greueltaten und Menschenverachtung, die staatlich verordnete Abwesenheit Gottes. Evangelische Christen haben in dieser Zeit verschiedene Wege gewählt. Einige haben gegen die Un­terdrückung aufbegehrt, andere haben geschwiegen oder Unrecht unterstützt. Die evangelische Kirche ist immer wieder auch schuldig geworden.

Erinnerung gegen das Schweigen

Erinnerungsorte fordern jeden Besucher heraus, sich selbst zu hinter­fragen. Sie zeigen, dass es verschiedene Wege gibt. Unrecht beginnt mit Schweigen und Gleichgültigkeit. Der Besuch von Gedenkstätten fordert uns auf, genau hinzusehen und Verantwortung für Ent­scheidungen zu übernehmen.

Foto: Gedenkstätte Gleis 17 am Bahnhof Grunewald, Axel Mauruszat

ERINNERN UND GEDENKEN