Neue Stadtquartiere in Berlin: Wie positioniert sich die Ev. Kirche?

Veröffentlicht von Cornelia Schwerin am Mo., 4. Nov. 2019 09:00 Uhr
WAS BEWEGT BERLIN?

Die Stadt wächst: Siemensstadt, Blankenburger Süden oder Europacity - rund 15 neue Stadtquartiere entstehen in Berlin. Wie verhält sich die evangelische Kirche dazu? Eine Tagung der Ev. Akademie am 21. November beschäftigt sich mit der Frage, wie
es kirchlichen Akteur*innen gelingt, sich vor Ort einzubringen und die neuen Sozialräume mit zu gestalten.

Einige Kirchenkreise haben die Zeichen der Zeit erkannt und richten extra Stellen ein, um mit der Stadtentwicklung Schritt zu halten und zukunftsfähige Strategien kirchlichen Handelns in neuen Stadtquartieren zu erproben. Aber was genau wird benötigt werden: Kita, Kirche, Kulturzentrum – oder etwas ganz anderes?

Kirchliches Handeln in neuen Stadtquartieren ist in vielerlei Hinsicht ein Handeln im Horizont von Unbestimmtheit. Das zehnte TheoLab fragt, wie diese Unbestimmtheit wissenschaftlich bearbeitet und praktisch bewältigt werden kann. Ziel der Tagung ist, einen analytischen und theologischen Horizont aufzuspannen, der es ermöglicht, Zukunftsstrategien kirchlicher Beteiligung in neuen Stadtquartieren zu erwägen und zu diskutieren.

Dazu werden wir die deutschlandweit erste Vergleichsstudie zu Religion in neuen Stadtquartieren präsentieren. Sie vereint Forschungsergebnisse aus München, Hamburg und Berlin und beinhaltet u.a. folgende Themen, die auf der Tagung zur Diskussion gestellt werden: Welche Rolle spielt Religion bei der sinnhaften Gliederung urbaner Räume? Welche religiösen Narrative gehen mit der Gründung und dem fortschreitenden Wandel neuer Stadtquartiere einher? Wie transformieren sich kirchliche Mitarbeiter*innen unter fortschreitendem Professionalisierungsdruck zu urbanen Unternehmer*innen?

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