Ein Wandelgang durch die Geschichte der Friedlichen Revolution

Veröffentlicht am Do., 1. Aug. 2019 00:00 Uhr
BERLIN: Mauerfall

Das Labyrinth gehört als Symbol vom verworrenen Pfad des Lebens zu den ältesten Kulturgütern. Vom 31. August an begegnet dieses Symbol den Besucherinnen und Besuchern in der Zionskirche. Die begehbare, labyrinthartige Installation „Labystan« ist ein zeitgenössischer Wandelgang durch die Geschichte der Friedlichen Revolution bis heute.

Ab dem 1. Septemberwochenende können Besucher jeden Alters das Fantasieland betreten, in dem Labyrinth wandeln, sehen, hören, fühlen und mehr, sie werden mit Über raschungen, Dokumenten, Absurditäten, Provokationen und mit sich selbst kon- frontiert. Bizarre Maschinen und kinetische Objekte beleben den Raum, versehen mit Licht und Klang. Fragile, improvisierte Holzkonstruktionen mit schmalen Gängen öffnen sich zu Wunderkammern: u.a. zur konspirativen Gerüchteküche, der Kathedrale des Sozialismus, der Installation Fotografieren verboten, dem Interieur Underground.

Als Vorläufer der Museen haben Kirchenschätze und Wunderkammern mit ihren Objekten aus fremden Welten stets Besucher in Erstaunen versetzt, auch wenn sie gefakt waren. Die Wunderkammern in der Zionskirche präsentieren archäologische Funde aus dem verschwundenen Labystan. Das Labyrinth wird errichtet vom Team des Künstlers Reinhard Zabka, der schon für die damalige Umweltbibliothek die Eröffnung inszenierte und ein Dauerobjekt installierte.

Dabei geht es ihm nicht um Nachstellung eines untergegangenen Systems, die Rauminstallation enthält jedoch Anspielungen auf das Leben nicht angepasster Künstler und Oppositioneller in der DDR sowie viele aktuelle Bezüge. Ein Labyrinth besteht nicht nur aus Irrwegen, sondern es gibt immer auch einen Ausweg. 

 „Labystan“ ist Teil der Projektreihe „Grenzfälle 1989_2019“, die noch bis November durch Veranstaltungen begleitet wird. Das komplette Programm finden Sie hier.

Zionskirche
Zionskirchplatz, 10119 Berlin

www.grenzfaelle2019.de

Foto: Matthias Motter

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